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Lehrerfortbildung zum Holocaust in Israel

08.02.2019 / Aktuelles


Von Katja Wendt


Die Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt hatte in Kooperation mit dem Bildungsministerium und der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem vom 27.01. bis 03.02.19 eine Lehrerfortbildung organisiert, an welcher auch Frau Hetsch und ich teilnehmen durften. Daher flogen wir nach einem umfänglichen Sicherheitscheck am Sonntagvormittag von Berlin-Schönefeld nach Tel Aviv. Mit uns an Bord waren 18 weitere Lehrkräfte aus anderen Schulen des Landes, Vertreter der Landeszentrale für politische Bildung und unser Bildungsminister Marco Tullner.


Am Montagmorgen ging es dann zum ersten Mal zur Gedenkstätte Yad Vashem und der dazugehörigen International School for Holocaust Studies, wo wir von einem Mitarbeiter begrüßt und in den Seminarverlauf eingewiesen wurden. An diesem Tag standen u.a. ein Fototermin, eine Einführung ins pädagogische Konzept der Schule und eine Führung im Museum auf unserem Programm. Am späten Nachmittag legte Marco Tullner im Rahmen einer kurzen Zeremonie in der Gedenkhalle von Yad Vashem anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages einen Kranz des Landes Sachsen-Anhalts nieder.


Am Dienstag hörten wir am Vormittag drei sehr interessante Vorträge zum Leben der Juden in Europa vor und während der Shoa sowie zur aktuellen politischen Lage im Nahen Osten. Am Nachmittag nahmen wir an einem Workshop zum Leben der Juden in einer polnischen Stadt vor 1933 teil, in welchem wir selbst gedanklich in die Rollen einzelner Personen geschlüpft sind und somit einen Einblick in deren Gedanken und Gefühle gewinnen konnten. Den Abend ließen wir dann sehr angenehm bei einem kleinen Empfang des Bildungsministers an der Hotelbar ausklingen.


Am Mittwochvormittag stand ein Vortrag zur Entwicklung der sogenannten „Endlösung“ auf unserem Programm, gefolgt von einem Workshop zum Schicksal einer holländischen jüdischen Familie während und nach dem Holocaust. Am Nachmittag hatten wir die Gelegenheit eine Überlebende der Shoa, Frau Bathsheba Dagan, zu treffen und mit ihr ins Gespräch zu kommen. Frau Dagan war 1925 in Lodz geboren worden, hatte als junge Frau Auschwitz überlebt und lebt seit vielen Jahren in Israel. Dieses Treffen und das Schicksal von Bathsheba Dagan hat uns alle emotional tief berührt. Am Abend fuhren wir dann noch in die Altstadt von Jerusalem, um einen ersten Eindruck dieses faszinierenden Schmelztiegels der Kulturen und Religionen zu bekommen.


Am Donnerstagvormittag nahmen wir an einem weiteren Workshop teil – diesmal ging es thematisch um das Massaker in Bialystok am 27.Juni 1941, bei welchem 800 Juden in die große Synagoge der Stadt gebracht worden waren und diese danach angezündet wurde, sodass fast alle diese Menschen qualvoll starben. Am Nachmittag stand eine Führung auf dem Außengelände von Yad Vashem am dem Plan. Dabei besichtigten wir u.a. die Allee der Gerechten unter den Völkern und die Gedenkstätte für die 1,5 Mio Kinder, welche während des Holocaust ermordet worden waren. Danach ließen wir die Eindrücke der letzten Tage bei einem Abschiedsessen mit einigen Mitarbeitern von Yad Vashem Revue passieren.


Am Freitagmorgen erwartete uns eine junge Reiseleiterin am Hotel, mit welcher wir uns auf den Weg machten, um Jerusalem zu erkunden. Zuerst fuhren wir zum Ölberg, von wo aus man einen traumhaften Blick auf die Alt- und die Neustadt von Jerusalem hat. Dann ging es zu Fuß weiter zum Garten Gethsemane, zur Klagemauer, in jüdische Viertel der Altstadt, zur Grabeskirche und zum Zionsberg. Unsere Führung endete am Nachmittag an einem Markt, wo wir das hektische Leben der Jerusalemer unmittelbar vorm Beginn des Sabbats erleben konnten. Wie fröhlich und ausgelassen die Menschen in Israel den Sabbat begehen, konnten wir am Abend im Hotel beobachten – beim Abendessen lauschten wir zahlreichen Gesängen jüdischer Familien im Restaurant.


Am Samstag fuhren wir etwa 1.000 Höhenmeter hinunter zum Toten Meer, wo Sonne und Wärme ein paar erholsame Stunden versprachen. Zuerst ging es aber nochmal steil mit einer Seilbahn hinauf zur Festung Massada, welche sich auf einem Felsen oberhalb des Toten Meeres befindet. Nach der Besichtigung dieser von Herodes errichteten Anlage und einer Mittagspause in Qumran ging es an einen Strand direkt am Toten Meer, wo wir die Gelegenheit hatten, im salzreichsten und am tiefsten gelegenen Gewässer der Erde zu baden.


Nun kam auch schon der Sonntag, unser Abreisetag. Da unser Rückflug erst am Abend startete, fuhren wir am Vormittag noch nach Tel Aviv-Jaffa, wo wir bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen von etwa 20 Grad einen Spaziergang entlang der eindrucksvollen Strandpromenade unternehmen konnten. Danach ging es zum Flughafen und nach abermals umfangreichen Sicherheitskontrollen und einer ca. 1,5-stündigen Verspätung zurück nach Berlin, wo wir gegen 22.15 sicher gelandet sind.


Zusammenfassend können wir sagen, dass es eine sehr informative und intensive Fortbildungsreise war. Wir haben zahlreiche neue Ideen und Materialien mit zurück nach Deutschland gebracht und freuen uns darauf, unsere neuen Erfahrungen in den Unterricht und die Projektarbeit einfließen zu lassen. Vielen Dank auch an die Schulleitung, welche uns die Teilnahme an dieser Reise ermöglicht hat.


 



An der Klagemauer

Auf der Festung Masada

Die Reisegruppe auf dem Herzlberg

Felsendom mit Altstadt

Zeremonie in der Gedenkhalle mit Minister Tullner

Von Katja Wendt


Die Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt hatte in Kooperation mit dem Bildungsministerium und der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem vom 27.01. bis 03.02.19 eine Lehrerfortbildung organisiert, an welcher auch Frau Hetsch und ich teilnehmen durften. Daher flogen wir nach einem umfänglichen Sicherheitscheck am Sonntagvormittag von Berlin-Schönefeld nach Tel Aviv. Mit uns an Bord waren 18 weitere Lehrkräfte aus anderen Schulen des Landes, Vertreter der Landeszentrale für politische Bildung und unser Bildungsminister Marco Tullner.


Am Montagmorgen ging es dann zum ersten Mal zur Gedenkstätte Yad Vashem und der dazugehörigen International School for Holocaust Studies, wo wir von einem Mitarbeiter begrüßt und in den Seminarverlauf eingewiesen wurden. An diesem Tag standen u.a. ein Fototermin, eine Einführung ins pädagogische Konzept der Schule und eine Führung im Museum auf unserem Programm. Am späten Nachmittag legte Marco Tullner im Rahmen einer kurzen Zeremonie in der Gedenkhalle von Yad Vashem anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages einen Kranz des Landes Sachsen-Anhalts nieder.


Am Dienstag hörten wir am Vormittag drei sehr interessante Vorträge zum Leben der Juden in Europa vor und während der Shoa sowie zur aktuellen politischen Lage im Nahen Osten. Am Nachmittag nahmen wir an einem Workshop zum Leben der Juden in einer polnischen Stadt vor 1933 teil, in welchem wir selbst gedanklich in die Rollen einzelner Personen geschlüpft sind und somit einen Einblick in deren Gedanken und Gefühle gewinnen konnten. Den Abend ließen wir dann sehr angenehm bei einem kleinen Empfang des Bildungsministers an der Hotelbar ausklingen.


Am Mittwochvormittag stand ein Vortrag zur Entwicklung der sogenannten „Endlösung“ auf unserem Programm, gefolgt von einem Workshop zum Schicksal einer holländischen jüdischen Familie während und nach dem Holocaust. Am Nachmittag hatten wir die Gelegenheit eine Überlebende der Shoa, Frau Bathsheba Dagan, zu treffen und mit ihr ins Gespräch zu kommen. Frau Dagan war 1925 in Lodz geboren worden, hatte als junge Frau Auschwitz überlebt und lebt seit vielen Jahren in Israel. Dieses Treffen und das Schicksal von Bathsheba Dagan hat uns alle emotional tief berührt. Am Abend fuhren wir dann noch in die Altstadt von Jerusalem, um einen ersten Eindruck dieses faszinierenden Schmelztiegels der Kulturen und Religionen zu bekommen.


Am Donnerstagvormittag nahmen wir an einem weiteren Workshop teil – diesmal ging es thematisch um das Massaker in Bialystok am 27.Juni 1941, bei welchem 800 Juden in die große Synagoge der Stadt gebracht worden waren und diese danach angezündet wurde, sodass fast alle diese Menschen qualvoll starben. Am Nachmittag stand eine Führung auf dem Außengelände von Yad Vashem am dem Plan. Dabei besichtigten wir u.a. die Allee der Gerechten unter den Völkern und die Gedenkstätte für die 1,5 Mio Kinder, welche während des Holocaust ermordet worden waren. Danach ließen wir die Eindrücke der letzten Tage bei einem Abschiedsessen mit einigen Mitarbeitern von Yad Vashem Revue passieren.


Am Freitagmorgen erwartete uns eine junge Reiseleiterin am Hotel, mit welcher wir uns auf den Weg machten, um Jerusalem zu erkunden. Zuerst fuhren wir zum Ölberg, von wo aus man einen traumhaften Blick auf die Alt- und die Neustadt von Jerusalem hat. Dann ging es zu Fuß weiter zum Garten Gethsemane, zur Klagemauer, in jüdische Viertel der Altstadt, zur Grabeskirche und zum Zionsberg. Unsere Führung endete am Nachmittag an einem Markt, wo wir das hektische Leben der Jerusalemer unmittelbar vorm Beginn des Sabbats erleben konnten. Wie fröhlich und ausgelassen die Menschen in Israel den Sabbat begehen, konnten wir am Abend im Hotel beobachten – beim Abendessen lauschten wir zahlreichen Gesängen jüdischer Familien im Restaurant.


Am Samstag fuhren wir etwa 1.000 Höhenmeter hinunter zum Toten Meer, wo Sonne und Wärme ein paar erholsame Stunden versprachen. Zuerst ging es aber nochmal steil mit einer Seilbahn hinauf zur Festung Massada, welche sich auf einem Felsen oberhalb des Toten Meeres befindet. Nach der Besichtigung dieser von Herodes errichteten Anlage und einer Mittagspause in Qumran ging es an einen Strand direkt am Toten Meer, wo wir die Gelegenheit hatten, im salzreichsten und am tiefsten gelegenen Gewässer der Erde zu baden.


Nun kam auch schon der Sonntag, unser Abreisetag. Da unser Rückflug erst am Abend startete, fuhren wir am Vormittag noch nach Tel Aviv-Jaffa, wo wir bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen von etwa 20 Grad einen Spaziergang entlang der eindrucksvollen Strandpromenade unternehmen konnten. Danach ging es zum Flughafen und nach abermals umfangreichen Sicherheitskontrollen und einer ca. 1,5-stündigen Verspätung zurück nach Berlin, wo wir gegen 22.15 sicher gelandet sind.


Zusammenfassend können wir sagen, dass es eine sehr informative und intensive Fortbildungsreise war. Wir haben zahlreiche neue Ideen und Materialien mit zurück nach Deutschland gebracht und freuen uns darauf, unsere neuen Erfahrungen in den Unterricht und die Projektarbeit einfließen zu lassen. Vielen Dank auch an die Schulleitung, welche uns die Teilnahme an dieser Reise ermöglicht hat.


 




An der Klagemauer

Auf der Festung Masada

Die Reisegruppe auf dem Herzlberg

Felsendom mit Altstadt

Zeremonie in der Gedenkhalle mit Minister Tullner


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