Aktuelles


  • Radiosender Gleiwitz
  • Kennenlernen der Teilnehmer
  • Galerie an der Stadtmauer
  • Das Gewinnerfoto der Caching-Tour
  • Stadtführerin Teresa Orlowska
  • Remuh Eingang
  • Bima in der Remuh-Synagoge
  • Friedhof Mauer
  • Tempelsynagoge
  • Auswertung der Erlebnisse



Sonntag, 26.08.2018:

Nach vielen Wochen und Monaten voller Neugierde und ersten Vorstellungen, startete unsere Studienfahrt nach Krakau 7:30 Uhr in der Frühe. Die zehn Stunden Fahrtzeit vergingen wie im Flug und wir nutzten die Zeit zum Kennenlernen der anderen Teilnehmer. Kurz vor unserer Ankunft in Krakau legten wir einen kleinen geschichtlichen Zwischenhalt am Turm des ehemaligen Radiosenders in Gleiwitz/Gliwice ein. Der von der SS vorgetäuschte Überfall auf diesen Radiosender am 31. August 1939 war einer der Auslöser des Zweiten Weltkrieges. Am Hotel angekommen bezogen wir unsere Zimmer und nach dem Abendessen im Hotel gingen wir doch recht müde auf unser Zimmer und schliefen. 


Montag, 27.08.2018:

Am Montag stand das Erkunden der Stadt Krakau auf dem Programm. Nachdem wir uns in Gruppen zu je zwei Schülern aus jeder Schule eingeteilt hatten, begann unsere Geocaching-Tour quer durch Krakau, die Herr Merkel bestens vorbereitet hatte, damit wir am Ende des Tages auch alle am richtigen Ziel ankamen. Eine weitere Aufgabe war die Aufnahme eines Fotos mit einem „echten Krakauer“, zu dem wir seine Geschichte herausfinden und weitererzählen sollten.

So begannen wir selbstständig in unseren Gruppen den Fußmarsch quer durch Krakau, der nur durch ein kleines individuelles Mittagessen auf dem Rynek, dem historischen Marktplatz mit den Tuchhallen und der Marienkirche, gestoppt wurde. Nach guten 15 km zurückgelegtem Weg und fantastischen Eindrücken dieser wunderschönen Stadt kamen wir alle erfolgreich und glücklich mit einem tollen Foto und einer interessanten Geschichte am Ziel an.

Nach diesen vielen neuen selbst gewonnenen Impressionen waren unsere Beine jedoch schlapp, weshalb wir die polnischen Möglichkeiten nutzten und mit einem 8-Personen-„Tuk-Tuk“ für wenig Geld zurück in die Innenstadt fuhren. 

Spät am Abend nach einem leckeren Abendessen trafen wir uns vor dem Hotel, um den Tag auszuwerten und den Gewinner des besten Fotos mit der interessantesten Geschichte zu küren, bevor es letztendlich für alle zurück in die Hotelzimmer ging. 


 Dienstag, 28.08.2018:

Dienstagmorgen standen wir wieder alle mit voller Kraft vor dem Hotel, um gemeinsam in das Zentrum des ehemaligen jüdischen Viertels von Krakau zu gehen, wo auch schon vor der Alten Synagoge die Stadtführerinnen Teresa und Helena auf uns warteten. Sie ermöglichten uns im Verlaufe des Tages einen noch tieferen Einblick in die Geschichte Krakaus und der ehemaligen Krakauer Juden mit einigen Fallbespielen, wie es manchen Juden in der Zeit erging. Wir besichtigten die Remuh-Synagoge und wurden dort zufällig Zeugen eines jüdischen Gottesdienstes, der uns sehr beeindruckte. Auch der alte jüdische Friedhof mit seinen unzähligen Grabsteinen hinterließ einen tiefen Eindruck bei uns. In der Tempelsynagoge, die heute noch für Gottesdienste genutzt wird und mit Hilfe von Spenden aus aller Welt sehr kunstvoll restauriert wurde, konnten wir eine echte Tora-Rolle in ihrem Schrein sehen. Spätestens dann, als wir auf dem ehemaligen Ghettoplatz mit den überdimensionalen Stühlen angekommen waren, gingen vielen von uns zerreißende Bilder und Gedanken durch den Kopf, die fortan ein Bestandteil unseres Denkens bleiben. Als Abschluss der Stadtführung besuchten einige von uns das Museum in der ehemaligen Schindlerfabrik, welches uns originalgetreue Szenerien des Lebens der Menschen im 2. Weltkrieg zeigte. 

Nach diesem interessanten Besuch trafen wir uns abends vor dem jüdischen Restaurant „Ariel“, in dem wir uns als „Belohnung“ des Tages mit leckeren Speisen und einem stimmungsreichen traditionellen Klezmer-Konzert der Gruppe „Legend Of Kazimierz“ verwöhnen ließen. Anschließend gingen wir am Ufer der Weichsel zurück zum Hotel, werteten die Erlebnisse des Tages aus und gingen nun mit neuen Bereicherungen schlafen. 


Luca Jacobi

 









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