Aktuelles

Montag, 26.02.2018

Autoren: Luca Schwartz und Stefan Wolf

+++ Nachdem wir schon zur Weihnachtszeit des letzten Jahres Besuch aus Finnland bekamen, war es nun auch für uns Zeit, einen Abstecher in das Ausland zu wagen. Deshalb ging es am Montag, dem 26.02.18 nach Finnland. Um pünktlich 5 Uhr morgens trafen wir uns alle am Busbahnhof, wo es dann auch gleich nach Berlin zum Flughafen Tegel ging. Da wir alle nur wenig Schlaf hatten und sehr müde waren, haben sich auf der Fahrt alle nochmal etwas ausgeruht. Als wir pünktlich in Tegel ankamen, gaben wir alle unsere Koffer ab und hatten noch etwas Zeit für uns. Später ging es ohne Probleme durch die Sicherheitskontrolle und anschließend in den Flieger. Der Start verlief reibungslos, allerdings waren einige von uns sehr aufgeregt, da es ihr erster Flug war. Nach unserer Ankunft am Flughafen Helsinki um 12.30 Uhr sind wir dann bei frostigen -22°C mit dem Bus zur Schule in Kerava gefahren, wo wir in einem Klassenraum mit ein paar Snacks empfangen wurden. Uns ist sofort aufgefallen, wie unterschiedlich deutsche und finnische Schulen sind. Zum Beispiel essen alle Schüler gemeinsam in der Mittagspause in einem großen Raum, und das Essen ist für alle kostenlos. Außerdem sind Schulen in Finnland technologisch viel besser ausgestattet (jeder Schüler hat einen eigenen Laptop, alle Tafeln haben einen Beamer usw.) und haben dadurch auch die Möglichkeit zu moderneren Unterrichtsmethoden mit Einbezug der Medien. Gleichzeitig lernen die Schüler auch, mit den Geräten umzugehen, die sie im Unterricht benutzen.

Nach einem kleinen Stadtrundgang in Kerava wurden wir von den Gastfamilien abgeholt und sind zu ihnen nach Hause gefahren, um uns gegenseitig erst einmal kennen zu lernen. Die Finnen sind generell sehr nett und gastfreundlich, was wir auch schon beim Empfang in der Schule bemerkt haben. Der weitere Abend verlief bei uns allen etwas unterschiedlich. Die einen wurden sofort in die Sauna eingeladen, wie das in Finnland so üblich ist (immerhin wurde sie dort erfunden). Andere wurden mit sehr viel finnischem Essen begrüßt und wiederum andere übergaben sofort ihre Gastgeschenke. Nach diesem ersten Tag voller neuer Eindrücke fielen wahrscheinlich alle sehr geschafft in's Bett, gespannt, wie der nächste Tag wohl weiter gehen wird.

 

Dienstag, 27.02.2018

Autoren: Lara Schubert, Josephine Hertel

Der Dienstag war unser erster kompletter Tag in Finnland. Außerdem war es auch der kälteste Tag der Woche mit Temperaturen um -20 Grad Celsius, welche sich aber durch den Wind wie -30 Grad anfühlten. Jedes Mal, wenn wir nach draußen gingen, wurden wir erneut von der ungewohnten Kälte überrascht. Am Morgen haben wir unsere Gastschüler in den Deutschunterricht begleitet. Es war sehr interessant zu sehen, wie Schüler aus anderen Ländern unsere Sprache erlernen. Wir sollten einen deutschen Text vorlesen, wobei unsere Stimme aufgezeichnet wurde. Dadurch haben die Finnen die Möglichkeit, ihre Aussprache zu verbessern. Auch uns deutschen Schülern wurden ein paar finnische Wörter beigebracht. Dabei konnten wir moderne Hilfsmittel, wie beispielsweise iPads, benutzen. Anschließend besuchten wir den Unterricht unseres jeweiligen Gastschülers. Ein großer Unterschied in der Unterrichtsweise zu unserer besteht in der Benutzung moderner Technik. So besitzt nicht nur jeder Schüler einen eigenen Computer, sondern es werden zudem ausschließlich Tafeln mit Beamern verwendet. Dann aßen wir in der geräumigen, modernen Schulkantine zu Mittag. Nach dem Essen gingen wir zu einer Kunstausstellung im Ort. Dort wurde der finnische Epos „Kalevala” künstlerisch umgesetzt. In einer kurzen Führung auf Englisch wurden uns ein paar der Geschichten näher gebracht, welche wir dann auf die Kunstwerke beziehen konnten. Anschließend fuhren wir mit dem Zug nach Vantaa, wo wir den Nachmittag im Wissenschaftsmuseum „Heureka” verbrachten. Dies ähnelte mit den vielen Möglichkeiten, selbst zu experimentieren, dem „Phaeno” in Wolfsburg. Es war sehr aufschlussreich und interessant.

Den Abend konnten wir dann mit unseren Gastschülern frei gestalten. Manche fuhren nach Helsinki, andere trafen sich noch untereinander. So endete dieser anstrengende, aber schöne Tag in Finnland recht entspannt.

 

Tuesday, 27th February 2018

Tuesday was our first complete day in Finland and it was also the coldest day of the whole week with temperatures of about -20 degrees, which actually felt like -30 degrees because of the strong wind. We got surprised by this unusual coldness every time we went outside. In the morning we went to the first German lesson together with our hosts. It was interesting to see how students from foreign countries learn our language. We were supposed to read a German text while our voices were recorded. By that, the Finns have the possibility to improve their pronunciation of German words. We were taught some Finnish words too. Therefore we were allowed to use modern aids like iPads. After that we attended the Finnish lessons of our respective hosts. There is a huge difference in teaching compared to our school in terms of using modern technologies. All students have their own computers and they also exclusively use boards with a projector. Then we ate lunch in the spacious and modern school canteen. Afterwards we visited an art exhibition in Kerava. There they realized the Finnish epos “Kalevala“ in an artistic manner. In a short guided tour we were taught some Finnish stories which we could later relate to the different works of art. Afterwards we went to Vantaa by train, where we spent the afternoon in a science museum called “Heureka“. It was very similar to the “Phaeno“ in Wolfsburg because of this huge variety of experiments we could do on our own. The visit was pretty revealing and interesting.

We were allowed to arrange the evening with our hosts freely. Some went to Helsinki and others met in a group again. So this exhausting, but rather enjoyable day in Finland ended quite relaxed.

 

Mittwoch, 28.02.2018

Autoren: Loris Billert, Witas Weber

Am Mittwoch, startete unser Tag schon um 5:50 Uhr Ortszeit und mit -27°C am Bahnhof in Kerava. Dort trafen wir uns, um mit dem Bus nach Helsinki zum Hafen zu fahren. Von dort aus ging es mit der Fähre weiter nach Tallinn. Nach zwei Stunden Fahrt, durch die teils zugefrorene Ostsee kamen wir in Estland an. In Tallinn hatten wir eine Stadtführung von einem unserer Austauschschüler durch die beeindruckende Altstadt, wo wir einen interessanten Einblick in die, zum Teil von Russland beeinflusste, Kultur von Estland bekamen. Während unserer Stadtführung haben wir unter anderem die alte Handelsstadt, die Stadtbefestigung und eine russisch orthodoxe Kirche besichtigt. Die Stadtführung war sogar so gut, dass ein brasilianisches Touristenpaar, das nicht zu unserer Gruppe gehörte, an der ganzen Führung mit teilgenommen hat. Nach unserer Stadtführung hatten wir noch Freizeit, um in Tallinn zu shoppen und ein paar Souvenirs zu kaufen. Kurz vor 16 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Hafen, um unsere Fähre 16:30 Uhr zurück nach Helsinki zu schaffen. Auf der Fähre hatten wir dann auch noch ein Abendbuffet pünktlich um 15:30 Uhr deutscher Zeit und somit bevor die Schüler in Deutschland Schulschluss hatten. Um 18:30 Uhr Ortszeit sind wir wieder im Hafen von Helsinki angekommen und von dort aus mit den Gasteltern oder mit dem Zug zurück nach Kerava und zu den Gastfamilien gefahren, um uns von diesem anstrengenden, aber sehr gelungenen Tag zu erholen. 

 

Donnerstag, 01.03.2018

Autoren: Leonora Graßhoff, Paula Annecke

Am Donnerstag, den 01.03.2018, starteten wir den Tag in der Schule, in der wir zunächst mit in den Unterricht unserer Gastschüler gingen. Danach besuchten wir den Deutschunterricht und redeten über typisch deutsche Namen und hörten ein lustiges Lied, in dem es auch um deutsche Namen, aber auch Vorurteile, die man mit der deutschen Gesellschaft verbindet, ging. Bevor wir uns dann wetterfest für eine Waldwanderung anzogen, gab es Mittagessen in der Schule. Mit vollem Magen und dem Aussehen eines Inuits gingen wir zum Bus, der uns in Richtung Espoo brachte. Als wir angekommen waren, hat jeder ein Lunchpaket, bestehend aus Würstchen, einem Trinkpäckchen, einem Brot mit Käse und einer Banane bekommen. Mit gefühlt tausend Lagen von Kleidung und Essen bepackt, starteten wir nun unsere Wanderung durch den Wald mit einem Grillplatz als Ziel. Es gab mal einige gerade Strecken, aber hin und wieder mussten wir auch einige Hügel oder Felsvorsprünge erklimmen. Als wir dann, fix und fertig, aber immerhin unversehrt an der Feuerstelle ankamen, mussten wir mit großem Bedauern feststellen, dass kein Holz da war, wie von Anu, einer finnischen Lehrerin, gedacht. Aber auch dieses Problem ließ sich relativ schnell beheben, indem wir heruntergefallene, möglichst trockene Stöcke suchten und schließlich doch das Feuer entzündet würde. Endlich konnten wir die Würstchen grillen und genießen. An besagter Feuerstelle blieben wir dann noch eine Weile, um uns am Feuer aufzuwärmen, oder einfach die wunderschöne Winterlandschaft zu genießen. Als wir uns auf den Rückweg machen wollten, bahnte sich bereits nach einigen Minuten eine kleine Katastrophe an: einer Austauschschülerin ist während des Laufens die Kniescheibe herausgesprungen und das Weiterlaufen schien unmöglich. Also mussten Herr Heinrich und Verneri das Mädchen den restlichen Weg auf Rücken und Schultern tragen. Als wir endlich bei Anus Haus angekommen waren, gab es dort einen kleinen Snack und eine weitere Möglichkeit sich aufzuwärmen. Super müde, aber glücklich ging es dann mit dem Bus zurück nach Kerava. Während der Fahrt blieb genug Zeit, den wunderschönen Ausflug und die unberührte Natur Finnlands Revue passieren zu lassen.


Am letzten Abend des Austausches trafen wir uns noch einmal alle bei Liida, um dort von Verneri bekocht zu werden (es gab Spaghetti Carbonara), Musik zu hören, Dart und Billard zu spielen, zu erzählen und vor allem einen langen Abend voller Spaß und Freude zu genießen!

 

On Thursday we started the day in school by having lessons together with our hosts. After that we attended the German class where we spoke about typical German names and listened to a funny song called “Der ganze Osten heißt Mandy” which was about typical prejudices towards Germans. After that we had lunch at school. Then we changed our clothes for our trip into the forest. We all looked like Inuits out of the Arctic. We went by bus to a forest near Espoo, the second largest city in Finland where Anu, one of the Finnish teachers lives with many dogs. We all got packed lunch which consisted of a banana, a cheese sandwich, a juice box and a sausage as we wanted to have a barbecue at a fireplace after the walk. We started walking on a path and hiked some hummocks up and down. We talked and the boys had fun throwing snow balls. Then we went “off road” where we walked in 20-30 cm of snow. It was a little slippery sometimes and some tumbled which Mr Heinrich recorded on video. When we reached the fireplace we were exhausted and were looking forward to a warm fire. But the Finnish teachers noticed that there was no wood. Finally we managed it and picked up some wood in the forest. After the fire burned we grilled our sausages and heated up. It was very beautiful there. Then we took the way back. But at the very beginning one girl, an exchange student, dislocated her kneelap. Since she was not able to walk anymore, Mr Heinrich and Verneri had to carry her on their backs all the way back to Anu’s house. There we had some more food. Juice, ice cream, cookies and fruits. Then we went back to Kerava by bus. The walk in the forest was really amazing and the nature looked very beautiful.

Because it was our last evening we all, the Finnish and the German students, met at Liida’s house. It was a nice end of the week. Verneri cooked Spaghetti Carbonara for all of us, we talked, laughed, played pool and darts and listened to music. It was a long evening of fun.


Freitag, 02.03.2018

Autoren: Luca Jacobi, Celine Freisleben

Unser letzter Tag begann für alle um 9:45 Uhr in der Schule mit dem Fach Englisch. Sowohl die finnischen Schüler als auch wir bekamen Kärtchen mit einem Filmcharakter. Anschließend mussten wir durch fragen 3 andere Charaktere, die zum gleichen Film gehören finden und mit diesen für die Stunde eine Gruppe bilden. Wir erfanden Slogans für Energy Drinks, Vitamintabletten oder Reisefirmen und erholten uns von der Woche mit einer Entspannungsübung. 10:50 Uhr gab es dann das verfrühte Mittagessen, Nudelauflauf oder das von Finnen deutsch ausgesprochene Noodleauflauf. Schließlich durften wir unseren Zug nach Helsinki nicht verpassen, da unsere Stadtführerin auf uns wartete. Also sind wir mit all unserem Gepäck zum Bahnhof und losgefahren. In Helsinki angekommen verstauten wir unsere Koffer vorerst in Spinden, was mehr wie ein Tetris-Spiel war, da wir natürlich so viele Koffer wie möglich in einen Spind bekommen wollten. Nachdem wir alle untergebracht haben, stand unserer Rundführung nichts mehr im Wege. Unser erster Halt war eine Statue des berühmten Schriftstellers Aleksis Kivi, welcher die 7 Brüder verfasste. Ein wundervoller Platz für ein Gruppenbild. Anschließend gingen wir zum Senatsplatz. Die Häuser waren nicht viel älter als 100 Jahre, sahen jedoch älter aus. Sie wurden gebaut von der Sowjetunion, da Finnland erst seit 1917 unabhängig von der Sowjetunion ist. Wir erfuhren, dass Finnland zuvor bis zur Napoleonzeit abhängig von Schweden war und Schwedisch heute noch eine weit verbreitete Sprache ist. Uns fiel auf, dass die Statuen nicht weit voneinander entfernt sind, denn nach kurzer Zeit waren wir bei einer wunderschönen Meerjungfrau, welche gerade aus dem Wasser kam. Sie schaut in Richtung Hafen zum Wasser zurück. Laut einer uns erzählten Legende, zeigt sie ihr Hinterteil zur Bank, da diese sich an der Finanzierung nicht beteiligen wollten. Unser letztes Ziel, bevor wir zu Helsinkis beliebtestem Treffpunkt gingen, war eine Statue des berühmten Dichters Fredrik Pacius, der die finnische Nationalhymne komponierte. Nun war die Führung vorbei und wir hatten ein bisschen Freizeit, um die letzten Souvenirs zu kaufen und Zeit mit unseren Finnen zu verbringen. Wie immer ging die Zeit zu schnell vorbei und wir fuhren mit dem Zug zum Flughafen. Dort verabschiedeten wir uns und gingen zum Check-in. Es folgte ein ruhiger Flug und eine schöne Busreise von Berlin nach Aschersleben, in welcher wir die Woche noch einmal reflektierten.

 

Nach dieser Woche kann man zusammengefasst sagen, dass es eine erkenntnisreiche und atemberaubende Woche war, sowohl kulturell, als auch sprachlich.

Angefangen hat alles bei dem Erlebnis, mit Klassenkameraden gemeinsam zu fliegen.

Anschließend hatten wir die Ehre, die Kultur der Finnen, die Schule in Kerava als auch die Natur hautnah mitzuerleben. Auch das stetige Englischsprechen mit den Gastfamilien, Schülern der Schule in Kerava und Lehrern hat diese Woche bereichert. Aus Hirnblockaden wie "Do you ski?", wurden vernünftige englische Fragen und "small-talk" -Redewendungen.

Außerdem besuchten wir finnischen Deutsch- und Englischunterricht und speisten in der schuleigenen Kantine, wobei uns als deutschen Schülern schnell bewusst wurde, dass die Möglichkeiten durch finanzielle Mittel an dieser Schule andere sind als bei uns am Stephaneum. So wurden anstelle von Arbeitsblättern Laptops oder IPads ausgeteilt und mit hochmodernen Beamergeräten gearbeitet.

Aber auch Waldwanderungen oder ein gemeinsames Zusammenkommen am Abend gestatteten uns einen Einblick in das Leben der Finnen. So wurde am Tag mindestens fünf mal gegessen und zehn mal mehr das Handy geladen, da "Snapchat-Scores" von über 500.000 dort keine Seltenheit waren. Dennoch waren die Finnen und deren Familien stets extrem gastfreundlich, zuvorkommend und haben immer versucht, uns einen bestmöglichen Aufenthalt in Finnland zu bescheren.

Die Kälte bereitete uns übrigens kaum Probleme, da unsere Gruppe, bestehend aus 10 Schülern und den beiden Lehrern Frau Buchmann und Herr Heinrich, die auch in den kommenden Jahren dieses für uns gelungene Projekt weiterführen wollen, natürlich jeden Tag mit der richtigen Kleidung, bestehend aus mindestens drei Hosen und fünf Oberteilen für Temperaturen von bis zu -24 Grad Celsius bewaffnet war.

Während dieser Woche wuchsen wir zu einer kleinen Gruppe heran, die es ermöglichte, mehr als drei Stunden sich beim Abendessen auf der Fähre aus Tallinn zu unterhalten oder die witzigsten und tiefgründigsten Gespräche in Bahn, Flugzeug oder wo auch immer entstehen zu lassen.

All diese wunderschönen, amüsanten und erkenntnisreichen Momente prägen diese Woche, und machen sie somit einzigartig und unvergesslich.

 

Wir bedanken uns im Namen aller Teilnehmer beim Land Sachsen-Anhalt und bei Schubert Touristik für die Unterstützung des Internationalen Schüleraustauschs. Die Eindrücke und Erfahrungen, die die Schülerinnen und Schüler aus dem Projekt mitnehmen, sind unbezahlbar. 










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