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Mein Auslandsjahr- eine Reise ins Ungewisse

07.11.2017 / Stephaneer berichten


Nun die erste Frage, die sich die Leute, die diesen Eintrag hier lesen oder irgendwie Interesse an einem Auslandsjahr haben, ist: wie kommt man denn auf solch eine Idee. Bei mir war das ganz einfach. Ich hatte mir darüber Gedanken gemacht, was ich einmal im Leben machen möchte. Mir war von Anfang an klar, dass ich die Welt bereisen wollte und später mal ins Ausland gehen wollte. Im Internet suchte ich dann nach Möglichkeiten, meinen Traum der Weltreise zu erfüllen und fand sie dann auch mit dem Programm EF High School Exchange. Ehe ich mich verschaute war es dann schon so weit für mich. Am 24. Juli 2016 begann ich meine Reise über den großen Teich. Erfüllt mit Tränen vom Abschied und Neugier, was mich wohl erwarte, betrat ich einen mir bis jetzt fremden Kontinent. Mein Gastvater, mit dem ich zuvor schon öfters über Skype gesprochen hatte, holte mich vom Flughafen mit einer herrlichen Begrüßung ab. Kolumbus wollte bei seiner Erdumrundung nach Indien und ist in Amerika gelandet. Bei mir war das genau umgekehrt. Ich wollte in die USA, bin aber am Ende bei einem indischen Gastvater gelandet. Dies sollte aber zu meinem Vorteil werden, weil meine Kochkünste dadurch eine Aufwertung vom Nudel- und Spiegeleierkoch zum Koch der indischen Küche verbessert wurden. Mit meinem Gastvater hatte und habe ich immer noch eine sehr gute Beziehung. Wir beide teilten eine Leidenschaft- die des Reisens. So kam es, dass ich am Ende des Jahres 17 der 50 Staaten bereist hatte und die meisten großen Städte, wie New York, Miami und Chicago sehen konnte. Zu einer Stadt aber baute ich eine besondere Verbindung auf. Diese war Washington D.C., da sich in einem Vorort der Hauptstadt das Haus meines Gastvaters befand. Ich kann sagen, dass ich wirklich sehr viel Glück hatte, in diese Ecke des Landes zu kommen, weil die Städte mit Parks ausgeschmückt sind und man wirklich alles machen kann, was man sich erträumt. Die Schule war 15 Minuten mit dem Auto entfernt und hatte ganze 2500 Schüler auf 4 Klassenstufen verteilt. Der Unterricht hat mir sehr viel Spaß gemacht, weil er viel offener war und man viel mit Leuten über seine Meinung diskutieren konnte. Eine Sache, die verglichen zum deutschen System definitiv besser ist, ist die lockere Atmosphäre, trotz gleichen Stoffes. Ich hatte viel Zeit, neue Menschen kennen zu lernen und neue Freunde zu finden. Wer denkt, dass High School Musical komplett übertrieben ist, der liegt gewaltig falsch. Clichés über Footballspieler und Cheerleader treffen zwar nicht auf jeden zu, aber man kann sie als Außenstehender sehr leicht erkennen. Auch wie in den Filmen sind der sogenannte Locker Pot (die Schulspinde) und die Cafeteria. Dort spielte sich das soziale Leben der Schüler ab. In den USA sind die Sportteams einer Schule etwas sehr großes und wichtiges. Zu den Footballspielen jeden Freitag war fast die halbe Schule da, um das Team anzufeuern. Vor allem, als wir gegen unsere Rivalenschule spielten, war die Stimmung nicht zu fassen. Dieses Spiel war eine Tradition für die Schüle an meiner High School. Ich, als 65kg schwerer Spargeltarzan, konnte da natürlich nicht mitmachen. Deswegen fing ich an, beim 160 Mann starken Leichtathletikteam mitzutrainieren. Das Training war stattliche 6-mal die Woche. Nach kurzer Zeit und hartem Training stellte sich heraus, dass ich doch kein so schlechter Läufer bin. Am Ende der Frühlingssaison schaffte ich es dann sogar in das hart umkämpfte Regionalfinale und verpasste knapp die Auswahl für das Staatenteam. Diese Erfahrung hat, sowie die vielen anderen, mein Leben nachhaltig verändert. Ich bin zu einem neuen, selbstbewussten und selbstständigen Menschen herangewachsen. Ich bin sehr froh, die Entscheidung, ins kalte Wasser zu springen, gewagt zu haben. Wenn ihr Interesse an einem solchen Auslandsaufenthalt haben solltet, würde ich mich sehr freuen, wenn ihr auf mich zugehen und eure Fragen stellen würdet.

von Arvid Michaelis


Washington

Virginia

Nun die erste Frage, die sich die Leute, die diesen Eintrag hier lesen oder irgendwie Interesse an einem Auslandsjahr haben, ist: wie kommt man denn auf solch eine Idee. Bei mir war das ganz einfach. Ich hatte mir darüber Gedanken gemacht, was ich einmal im Leben machen möchte. Mir war von Anfang an klar, dass ich die Welt bereisen wollte und später mal ins Ausland gehen wollte. Im Internet suchte ich dann nach Möglichkeiten, meinen Traum der Weltreise zu erfüllen und fand sie dann auch mit dem Programm EF High School Exchange. Ehe ich mich verschaute war es dann schon so weit für mich. Am 24. Juli 2016 begann ich meine Reise über den großen Teich. Erfüllt mit Tränen vom Abschied und Neugier, was mich wohl erwarte, betrat ich einen mir bis jetzt fremden Kontinent. Mein Gastvater, mit dem ich zuvor schon öfters über Skype gesprochen hatte, holte mich vom Flughafen mit einer herrlichen Begrüßung ab. Kolumbus wollte bei seiner Erdumrundung nach Indien und ist in Amerika gelandet. Bei mir war das genau umgekehrt. Ich wollte in die USA, bin aber am Ende bei einem indischen Gastvater gelandet. Dies sollte aber zu meinem Vorteil werden, weil meine Kochkünste dadurch eine Aufwertung vom Nudel- und Spiegeleierkoch zum Koch der indischen Küche verbessert wurden. Mit meinem Gastvater hatte und habe ich immer noch eine sehr gute Beziehung. Wir beide teilten eine Leidenschaft- die des Reisens. So kam es, dass ich am Ende des Jahres 17 der 50 Staaten bereist hatte und die meisten großen Städte, wie New York, Miami und Chicago sehen konnte. Zu einer Stadt aber baute ich eine besondere Verbindung auf. Diese war Washington D.C., da sich in einem Vorort der Hauptstadt das Haus meines Gastvaters befand. Ich kann sagen, dass ich wirklich sehr viel Glück hatte, in diese Ecke des Landes zu kommen, weil die Städte mit Parks ausgeschmückt sind und man wirklich alles machen kann, was man sich erträumt. Die Schule war 15 Minuten mit dem Auto entfernt und hatte ganze 2500 Schüler auf 4 Klassenstufen verteilt. Der Unterricht hat mir sehr viel Spaß gemacht, weil er viel offener war und man viel mit Leuten über seine Meinung diskutieren konnte. Eine Sache, die verglichen zum deutschen System definitiv besser ist, ist die lockere Atmosphäre, trotz gleichen Stoffes. Ich hatte viel Zeit, neue Menschen kennen zu lernen und neue Freunde zu finden. Wer denkt, dass High School Musical komplett übertrieben ist, der liegt gewaltig falsch. Clichés über Footballspieler und Cheerleader treffen zwar nicht auf jeden zu, aber man kann sie als Außenstehender sehr leicht erkennen. Auch wie in den Filmen sind der sogenannte Locker Pot (die Schulspinde) und die Cafeteria. Dort spielte sich das soziale Leben der Schüler ab. In den USA sind die Sportteams einer Schule etwas sehr großes und wichtiges. Zu den Footballspielen jeden Freitag war fast die halbe Schule da, um das Team anzufeuern. Vor allem, als wir gegen unsere Rivalenschule spielten, war die Stimmung nicht zu fassen. Dieses Spiel war eine Tradition für die Schüle an meiner High School. Ich, als 65kg schwerer Spargeltarzan, konnte da natürlich nicht mitmachen. Deswegen fing ich an, beim 160 Mann starken Leichtathletikteam mitzutrainieren. Das Training war stattliche 6-mal die Woche. Nach kurzer Zeit und hartem Training stellte sich heraus, dass ich doch kein so schlechter Läufer bin. Am Ende der Frühlingssaison schaffte ich es dann sogar in das hart umkämpfte Regionalfinale und verpasste knapp die Auswahl für das Staatenteam. Diese Erfahrung hat, sowie die vielen anderen, mein Leben nachhaltig verändert. Ich bin zu einem neuen, selbstbewussten und selbstständigen Menschen herangewachsen. Ich bin sehr froh, die Entscheidung, ins kalte Wasser zu springen, gewagt zu haben. Wenn ihr Interesse an einem solchen Auslandsaufenthalt haben solltet, würde ich mich sehr freuen, wenn ihr auf mich zugehen und eure Fragen stellen würdet.

von Arvid Michaelis



Washington

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